Gegründet 1947 Donnerstag, 22. August 2019, Nr. 194
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
12.10.2005 / Ansichten / Seite 3

»Erschreckende und grausame Taten«

Gefangenenmißhandlung in Genua 2001 hat juristisches Nachspiel. Ermittlungen gegen Polizisten gegen Widerstände in den Behörden durchgesetzt. Gespräch mit Vittorio Ranieri Minati

Damiano Valgolio

* Vittorio Ranieri Minati ist Oberstaatsanwalt von Genua und vertritt die Anklage im Prozeß gegen 45 Ärzte und Polizisten, die 2001 in der Kaserne von Bolzaneto gefangene Demonstranten mißhandelt haben sollen.

F: Gehen Sie am Mittwoch mit einem besonderen Gefühl in den Gerichtssaal, oder ist das Verfahren gegen die Polizisten ein Prozeß wie jeder andere?

Für uns haben grundsätzlich alle Prozesse denselben Stellenwert. Dieses Verfahren ist sicherlich besonders kompliziert und angesichts der Beteiligten besonders delikat. Ich und meine Kollegin Patrizia Petruzziello mußten sehr umfangreiche Untersuchungen anstellen.

F: Möglicherweise für den Papierkorb, angesichts der schnellen Verjährung…

Die Vorschriften zur Verjährung erläßt der Gesetzgeber und müssen von uns akzeptiert werden. Wir werden unser Möglichstes tun, um eine Verurteilung der Täter in erster Instanz zu erreichen.

F: Sind Ihre Ermittlungen behindert worden?

Sagen wir, sie sind...











Artikel-Länge: 3327 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €