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12.10.2005 / Ansichten / Seite 2

»Aggressivität der Konzerne wird weiter zunehmen«

In den Betrieben wächst aber auch die Kampfbereitschaft. SPD-Einfluß in den Gewerkschaften hat nachgelassen. Ein Gespräch mit Jürgen Hinzer

Wolfgang Pomrehn

* Jürgen Hinzer ist Sekretär der Gewerkschaft Nahrung Genuß Gaststätten (NGG) in Frankfurt am Main.

F: Was wird die große Koalition für die Gewerkschaftsbewegung bringen?

Wer auch immer regiert, die ökonomischen Probleme bleiben. Sollte es zu verstärkten Angriffen auf die Rechte der Arbeiter kommen, dann muß man eben die Kollegen mobilisieren. Das ist nicht einfach, aber auch nicht aussichtslos, denn die Lage in den Betrieben wird immer härter.

F: Wie drückt sich das im Bereich der NGG aus?

Bei uns gibt es betriebliche Auseinandersetzungen wie noch nie. Zum Beispiel bei der Brauerei in Eichborn. Oder die Auseinandersetzung beim Mineralwasserbrunnen Oberselters. Die Arbeitgeber kündigen Tarifverträge, und Nestlé, der größte Arbeitgeber in unserem Bereich, geht aus dem Arbeitgeberverband heraus. Das heißt: Die Auseinandersetzungen in den kleineren Betrieben werden wesentlich erschwert, denn dort haben wir bisher vom guten Organisationsgrad bei N...







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