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12.10.2005 / Ausland / Seite 6

Brüssel deckt Straffreiheit für Paramilitärs

Menschenrechtsorganisationen: Europäische Union soll ihre Haltung gegenüber Kolumbien ändern. Spanischer Vorstoß nimmt Druck von Präsident Alvaro Uribe Vélez

Harald Neuber

Ende vergangener Woche erst haben die »Vereinigten Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens« (AUC) die Abgabe ihrer Waffen einseitig gestoppt. Fast zeitgleich zu dem Rückschlag hat der spanische Regierungschef seine Hilfe beim kolumbianischen Friedensprozeß angeboten. Madrid sei bereit, Anführern der bewaffneten Gruppen in Spanien Aufenthalt zu gewähren, wenn dies für die Friedensgespräche notwendig sei, sagte José Luis Rodríguez Zapatero gegenüber der spanischen Tageszeitung El País. In Kolumbien glaubt kaum mehr jemand an ein baldiges Ende des sozialen und bewaffneten Konfliktes. Der kolumbianische Staatschef Alvaro Uribe Vélez steht im dritten Jahr nach seinem Regierungsantritt vor einem politischen Scherbenhaufen: Die linken Guerillaorganisationen FARC und ELN haben sich in den Urwäldern und Bergen verschanzt. Die als Demobilisierung getarnten politischen, militärischen und strafrechtlichen Zugeständnisse an die Paramilitärs provozieren die harsche Kritik...

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