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12.10.2005 / Ausland / Seite 7

Schlechte Chancen für Verfassungsentwurf

Irak: Widerstand gegen Papier wird immer breiter. Washington fürchtet bei Annahme der Konstitution zunehmende Aktivitäten der Besatzungsgegne

Rainer Rupp

Auch die persönliche Intervention des US-Botschafters in Irak, Zalmay Khalilzad, konnte am Montag die US-freundlichen Vertreter einiger sunnitischer Gruppierungen nicht dazu bewegen, sich für den Verfassungsentwurf auszusprechen. Das Papier war von glaubensstrengen Schiiten gemeinsam mit auf Abspaltung zielenden Kurden unter Ausgrenzung der sunnitischen Volksgruppe ausgearbeitet worden. Zuvor hatte Khalilzad Vertreter der Schiiten und Kurden gedrängt, mit einigen Zugeständnissen den Sunniten die Annahme des Verfassungsentwurfs, über den am Samstag abgestimmt wird, doch noch schmackhaft zu machen. Der Entwurf wird in den drei sunnitischen Provinzen Iraks mit großer Mehrheit abgelehnt.


Wachsende Nervosität

Inzwischen äußern US-Strategen unisono die Befürchtung, daß durch die Annahme der Verfassung der sunnitische Widerstand gegen die US-Besatzer kräftig gestärkt würde. Damit beginnt der zentrale Stützpfeiler der Propaganda des Weißen Hauses, wonach...




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