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30.09.2005 / Ansichten / Seite 2

»Geheimhaltung über KSK sollte gelockert werden«

Elitesoldaten in Afghanistan liefern angeblich keine Gefangenen an die USA aus. »Spezialaufklärung« soll mit möglichst wenig Gewalt erfolgen. Ein Gespräch mit Winfried Nachtwei

Wolfgang Pomrehn

* Winfried Nachtwei ist sicherheitspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

F: Was macht die Bundeswehrelitetruppe Kommando Spezialkräfte (KSK) in Afghanistan?

Das KSK ist im Rahmen des Bundestagsmandats tätig, das heißt beim Aufspüren von Al-Qaida-Resten und -Unterstützern. Konkreter: Wie dem Spiegel zu entnehmen war, waren KSKler in der Vergangenheit zur Spezialaufklärung eingesetzt, das heißt, sie waren nicht in Kampfeinsätzen.

F: Aber so genau wissen Sie es nicht?

Ich verweise auf öffentlich zugängliche Quellen. Ansonsten gehöre ich als Obmann meiner Fraktion im Verteidigungsausschuß zu den wenigen, die regelmäßig über den KSK-Einsatz informiert werden. Es gibt eine strikte Geheimhaltung, aber ich bin dafür, diese auf den Schutz der Operation zu beschränken.

F: Was machen die KSK-Einheiten mit ihren Gefangenen?

Die Spezialsoldaten sind an das Völkerrecht, an Recht und Gesetz, gebunden. Insofern dürfen ...











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