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27.09.2005 / Feuilleton / Seite 13

Kein Zweikampf

Im argentinischen San Luis beginnt heute eine Schach-WM, die nach langer Zeit diesen Namen auch verdient

Mario Tal

Eine Schachweltmeisterschaft ist ein Zweikampf. So lautet das eherne Gesetz seit der ersten Schach-WM 1886. Titelverteidiger gegen Herausforder, gerne auch politisch schwer brisant. Unvergessen etwa das Match von 1972, als Bobby Fischer und Boris Spasski gleichsam den Kalten Krieg ausfochten und der US-Amerikaner für kurze Zeit die ansonsten jahrzehntelang unangefochtene Vormachtstellung der Sowjetunion in Frage stellte. Und einige Jahre später das rein sowjetische Aufeinandertreffen zwischen dem Dissidenten Viktor Kortschnoi und dem vermeintlichen Apparatschik Anatoli Karpow. Bis letzterer auf den damaligen Glasnostler und heutigen Kriegstreiber Garri Kasparow traf.

Doch im Schach ist das Sichere nicht sicher und auch das eherne Gesetz vom Zweikampf nicht mehr gültig. Heute beginnt in...

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