08.09.2005 / Inland / Seite 2

Prügelpolizisten vor Gericht

Mißhandlung eines Anti-Bush-Demonstranten im Mai 2002 in Berlin geahndet. Nach jW-Berichten Anklage gegen fünf Beamte

Rüdiger Göbel

Ein Prügeleinsatz der Berliner Polizei während des Besuches von US-Präsident George W. Bush vor drei Jahren hat – wenn auch spät – juristische Konsequenzen. Am heutigen Donnerstag beginnt vor dem Kriminalgericht in Moabit die Hauptverhandlung gegen fünf Polizeibeamte wegen Körperverletzung im Amt. Fünfzehn Zeugen sollen in dem zunächst auf drei Hauptverhandlungstage angelegten Verfahren gehört werden. Die fünf Beamten sind angeklagt, in Berlin im Mai 2002 eine »gemeinschaftliche Körperverletzung im Amt« begangen zu haben. Sie waren als Teil der Direktionshundertschaft 1 eingesetzt, um Störungen beim Bush-Besuch »durch offensives Einschreiten im Vorfeld zu unterbinden«. Ihr Opfer, der damals 34jährige Palästinenser Khaled M., wurde von ihnen mehrfach mit Faustschlägen und Fußtritten malträtiert. Bei dem polizeilichen Überfall, den junge Welt seinerzeit publik gemacht und mit Fotos dokument...

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