Schwarzer Kanal
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06.09.2005 / Feuilleton / Seite 13

Ein nicht so großer Vorteil

»Gut für Deutschland«: Das TV-Duell Merkel gegen Schröder war medialer Hospitalismus

Klaus Bittermann

In der Hoffnung, es würde zu meinem minimalen Verständnis der aktuellen Politik etwas beitragen, bereitete ich mich auf das Elefantentreffen, dem die gesamte deutsche Bevölkerung angeblich entgegenfieberte, mit der Lektüre von H. L. Mencken vor. Er hatte in einer Schrift zur allgemeinen Verteidigung der Frau (mein Versuch, etwas Positives über Merkel zu erfahren) von »robusten, virilen Männern« geschrieben, »die in einer Männerwelt erfolgreich, intellektuell jedoch taube Nüsse waren. Es besteht Grund zu der Annahme, daß diese Männer, wären sie wirklich intelligent, in ihren kruden Aktivitäten niemals so erfolgreich hätten sein können, ja daß gerade ihre Fähigkeit, die Monotonie ihrer Jobs zu ertragen, der Beweis ihrer geistigen Minderwertigkeit ist.«

Hätte H.L. Mencken das nicht schon in den zwanziger Jahren geschrieben, hätte er es über Schröder schreiben müssen. Der einzige Journalist in Deutschland, der diesen Gedanken aufgegriffen hat, war H.M. En...

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