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06.09.2005 / Inland / Seite 3

Alltägliche Erpressung

Keine Angst mehr vor dem »Häuserkampf« in den Betrieben. Mehr Freiheit für die Ausbeutung: CDU und FDP wollen jeden Widerstand gegen Tarifbruch unterbinden

Sebastian Gerhardt

Die Wahlprogramme der CDU und der FDP lassen keinen Zweifel, daß der Angriff auf den Flächentarifvertrag im Zentrum ihrer Regierungspolitik stehen soll. Nachdem die Arbeitsmarktreformen der SPD-Grünen-Regierung den Druck auf die Erwerbslosen und die Angst vor Arbeitslosigkeit vervielfacht haben, fühlt sich das bürgerliche Lager stark genug, den Konflikt in die Betriebe zu tragen.

Das Rezept ist vielfach erprobt. Die Beschäftigten werden mit drohenden Entlassungen oder anderen Nachteilen erpreßt, der Betriebsrat zeigt Einsicht, die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen werden neu geregelt – untertariflich. Die Versuche der Gewerkschaften, die Zersetzung des Flächentarifvertrages mit Öffnungsklauseln, Notlagen- und Sanierungstarifverträgen zu regulieren, haben die Auflösung tariflicher Standards und die Unterwerfung unter die Konkurrenz- und Standortlogik noch befördert. Den Unternehmern war das aber nie genug.


Vorbild Viessmann

Beim Heizungsh...






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