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06.09.2005 / Ausland / Seite 7

König unter Zugzwang

Nepal: Einseitige Waffenruhe der Guerilla soll Koalitionsbildung gegen Monarchen beschleunigen. Gyanendra isoliert

Hilmar König

Mit einem cleveren Schachzug haben die maoistischen Rebellen in Nepal König Gyanendra in Zugzwang gebracht. Am Sonnabend verkündeten sie einen drei Monate währenden Waffenstillstand, der sofort in Kraft trat. Guerillachef Prachanda – mit bürgerlichem Namen Pushpa Kamal Dahal – betonte in einer Erklärung: »Während dieser Zeit wird unsere Volksbefreiungsarmee keine Angriffe starten. Wenn wir jedoch von der Armee attackiert werden, werden wir kraftvoll zurückschlagen.« Ziel der Initiative ist laut Prachanda, eine geeignete Atmosphäre für die Bildung einer vereinten Oppositionsfront gegen den Monarchen zu schaffen, der am 1. Februar selbstherrlich alle politische Macht an sich gerissen hatte und seitdem diktatorisch herrscht.

In der Bevölkerung, die seit neun Jahren mit dem »Volkskrieg« der Maoisten konfrontiert ist, fand die Waffenruhe ein positives Echo. Auch die sieben politischen Parteien, die seit einigen Monaten in einer Allianz für Menschenrechte u...

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