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17.08.2005 / Ausland / Seite 9

Wachstum auf Pump

Über die Schwachstellen der »new economy« in den USA. Der Überschuß der Importe gegenüber den Exporten wächst und wächst. Öffentliche Verschuldung auf Rekordhöhe

Sebastian Gerhardt

Ende der 90er Jahre schienen die USA ein ökonomisches Wunderland zu sein: ein Wirtschaftswachstum um die drei bis vier Prozent bei sinkender Inflationsrate, sinkende Zinsen und steigende Profite. 1991 gab es außerhalb der Landwirtschaft 108 Millionen Beschäftigte, 2001 waren es 133 Millionen. Seit Mitte der 90er Jahre ging die Arbeitslosigkeit stark zurück – im Oktober 2000 lag die offizielle Erwerbslosenquote mit 3,9 Prozent auf dem niedrigsten Wert seit 1970. Zugleich stiegen aber die Löhne und Gehälter nicht entsprechend an. Im Gegenteil: die unteren und mittleren Lohneinkommen stagnierten weiter, während die Arbeitszeiten zunahmen. Wahrlich ein ökonomisches Wunderland für die besitzende Klasse. Die Defizite im Staatshaushalt gingen zurück, nach 1998 konnte sogar ein Überschuß des öffentlichen Sektors erreicht werden. Während in Europa über die Maastricht-Kriterien debattiert wurde, kam der US-Haushalt auf einen Überschuß von mehr als einem Prozent des...

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