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16.08.2005 / Ausland / Seite 7

120000 Oppositionelle im Exil

Mauretanien nach dem Putsch: Rückkehr der Flüchtlinge Meßlatte für Regierung

Abdou Faye, Dakar

Drei Putschversuche innerhalb von 15 Monaten hatte Mauretaniens langjähriger Staatspräsident Maaouya Ould Taya abgewehrt. Beim vierten Mal wurde Taya, der sich 1984 selbst an die Macht geputscht hatte, gestürzt. Nachdem er an der Beerdigung des saudischen Königs Fahd teilgenommen hatte, ließen ihn seine Gegner vor nunmehr knapp zwei Wochen nicht mehr ins Land. In Niamey, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Niger, hat man Ould Taya erst einmal Asyl gewährt.

Ould Tayas ehemalige Kampfgenossen, allen voran die Präsidentengarde, hatten Mauretaniens Staatschef am 3. August gestürzt. Ein »Militärrat für Gerechtigkeit und Demokratie« (CMJD) hat die Regierung in dem Wüstenland übernommen. Der Militärrat verständigte sich auf den 55jährigen Hauptmann Ely Ould Mohamed Vall als ersten Mann im Staate. Vall ist seit 1987 Polizeichef und galt als enger Vertrauter Tayas.

Mauretaniens neue Herren haben angekündigt, »mit den totalitären Praktiken des gestürz...



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