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15.08.2005 / Feuilleton / Seite 15

Deutsche Mittäter

Ein Band mit Dokumenten aus den Archiven des Kaiserreichs zum Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg

Gerd Bedszent

Es gibt nur wenige Zeugnisse über den während des Ersten Weltkrieges begangenen Massenmord an den Armeniern. Der türkische Staat leugnet, daß es ihn gegeben hat, und gewährt unabhängigen Historikern keinen Zugang zu seinen Archiven. Geöffnet sind hingegen die Archive des Deutschen Kaiserreiches. Die Türkei war während des Ersten Weltkrieges hochgradig vom Hohenzollernstaat abhängig – finanziell und militärisch. Nichts konnte im Osmanischen Reich geschehen, ohne daß man sogleich in Berlin davon erfuhr.


Geplanter Völkermord

Die in dem Band dokumentierten Aktenstücke sind unterschiedlicher Natur: Zum großen Teil ist es allgemeiner Schriftwechsel zur Armenienpolitik der deutschen Reichsregierung mit dem Auswärtigen Amt und der deutschen Botschaft bzw. den deutschen Konsulaten im Osmanischen Reich. Mit dem Beginn der Deportierung armenischer Bevölkerung häufen sich in den Akten Berichte von Augenzeugen über begangene Greueltaten sowie Hilfeersuchen von...




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