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15.08.2005 / Inland / Seite 3

Ein perfides Geschenk

Ausgerechnet im 60. Jahr der Befreiung vom Faschismus soll die Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin abgerissen werden

Heinz Schmidt

Trotz vieler in- und ausländischer Proteste schwiegen Brandenburgs Behörden jahrelang zum Schicksal der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin. Im November 2002 ersteigert sie ein Beamter der Landesregierung. Er will sie abreißen lassen, um eigene Vorhaben zu verwirklichen, wie er es sich, laut Presseveröffentlichung, schon am Tage der Auktion ausgerechnet hatte. Diejenigen, die ihn als Leiter der oberen Bauaufsicht im Land Brandenburg walten lassen, bezeichnen das als seine Privatangelegenheit.


Authentischer Ort


Laut Gutachten des Landesamtes für Denkmalpflege ist die Gedenkstätte ein authentischer Ort von geschichtlichem-, wissenschaftlichem- und hohen Seltenheitswert, gleichzusetzen mit dem Balkon des Berliner Schlosses, der sich jetzt am ehemaligen Staatratsgebäude der DDR befindet, und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock. Noch vor Erlaß einer neuen Denkmalschutznovelle 2004 wurde dem Gutachten entsprechend d...



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