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15.08.2005 / Ausland / Seite 9

China will Postreform

Staatlicher Dienstleister soll in ein »reguläres Unternehmen« verwandelt werden. Offiziell sieht man in Peking keine Parallelen zum Privatisierungsversuch in Japan

Wolfgang Pomrehn

Unbeeindruckt von den Schwierigkeiten beim Nachbarn Japan wird auch in China eine Reform der Post vorbereitet. Allerdings vermeidet man in Peking vorerst das Wort Privatisierung, über das in Tokio Premierminister Junichiro Koizumi gestolpert ist. Doch am Ende könnten für die Großen im globalen Logistikgeschäft wie DHL und UPS zusätzliche lukrative Marktanteile winken. Schon jetzt sind sie in China keine Fremden mehr.


Kein »Modell Japan«

»Wir haben uns um die Vorgänge in Japan nicht gekümmert«, zitiert die britische Financial Times einen Beamten aus der chinesischen Postbehörde. Es gebe keine Verbindung zwischen den beiden Fällen. Womit der namenlose Interviewpartner sicherlich nicht ganz unrecht hat. Japans Post ist eine Postbank mit angeschlossenem Brief- und Paketdienst. Sie kontrolliert etwa 30 Prozent der japanischen Sparguthaben und etwa 40 Prozent der Versicherungen. Zuammengenommen wirft sie ein Vermögen von rund drei Billionen Euro in die ...




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