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15.08.2005 / Ausland / Seite 6

Abschied von antiquierter Propaganda

US-Besatzer im Irak reden Klartext. »Menschenrechte«, »Demokratie« und »Freiheit« ad acta gelegt

Raoul Wilsterer

Die USA geben ihre ursprünglich proklamierten Ziele im Irak auf. Der vorgebliche Missionscharakter im Namen von »Freiheit und Demokratie«, mit dem der Überfall auf das ölreiche Land im Mittleren Osten einst begründet wurde, rückt ab sofort in den Hintergrund. Von einem zukünftigen demokratischen Modellstaat nach westlichem Muster ist nicht mehr die Rede. Schuld daran sind allerdings weder der Bruch des Völkerrechts, unter dem der Irak-Krieg vom Zaun gebrochen wurde, noch der anhaltende Besatzerterror inklusive Folterknästen und geheimen Gefangenenlagern. Schuld ist der anhaltende Widerstand und die daraus folgende »Unsicherheit« im Land. Dieses berichtete am Sonntag die Washington Post unter Berufung auf ungenannte Regierungsvertreter in Washington und Bagdad. Demnach nahmen sowohl die US-Regierung als auch deren irakische Vertreter vor Ort Abschied von einer Gesellschaft, »in der die meisten Menschen frei von Angst um ihre Sicherheit und frei von Armut l...

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