12.08.2005 / Thema / Seite 10

Militärisch nicht lösbar – neoliberal auch nicht

Der Niedergang des israelischen Kolonialismus (Teil II und Schluß)

Hadas Lahav

Noch berauscht von dem Sieg im Sechstagekrieg von 1967 lehnte die israelische Führung im Anschluß daran politische Lösungen ab. Das sollte sich als vergebene Chance für eine langfristige Konfliktlösung erweisen. Am Vorabend des Yom-Kippur-Kriegs von 1973 bestand das »Küchenkabinett« von Premierministerin Golda Meir aus Moshe Ayan, Yisrael Galili und ihr selbst. »Sie hatte die Wahl zwischen einer vielversprechenden politischen Option, die Israel als Vorspeise alles anbot, was es sich bei einer politischen Einigung mit den Arabern wünschen konnte,« schreibt Uri Bar-Yosef von der Unversität Haifa, »und der Alternative eines Krieges, auf den sich – wie die drei annahmen – Israel tatsächlich zubewegte. Sie haben die Angelegenheit nicht einmal diskutiert. ... Ihr Verhalten kann zum Teil mit ihrer Zuversicht erklärt werden, daß die IDF (offizielle Bezeichnung der israelischen Armee) einen Krieg gewinnen und Israel anschließend mit besseren Karten an den Verhandl...

Artikel-Länge: 15016 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe