04.08.2005 / Feuilleton / Seite 13

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In Los Angeles kracht es immer wieder: »L.A. Crash« zeigt in Episoden, wie Rassismus funktioniert

Peer Schmitt

Weihnachten in Los Angeles. Und tatsächlich schneit es, ein dünner, griesliger Schnee. An den Straßen wachen die Weihnachtsmänner aus Pappe, auf den Straßen die Streifen des LAPD (Los Angeles Police Department) und auf den Kühlerhauben die Schutzengel über das Wohl der Stadt. Auch zu Weihnachten gibt es Unfälle (»crashes«), die Polizei weiß warum, einer ihrer Angestellten spricht es aus: »It's the sense of touch. In jeder echten Stadt läufst du herum, wirst geschubst und gestoßen. Aber wir befinden uns immer hinter Glas und Metall. Ich glaube, wir vermissen die menschliche Berührung so sehr, daß wir zusammencrashen, nur um noch irgendwas zu fühlen.«

Eine von vielen bemerkenswerten Dialogstellen aus dem Film »L.A. Crash«. Der Dialog gehört zu den Stärken des Films. Kunststück, denn gedreht und geschrieben hat ihn Paul Haggis, der u.a. auch für das Drehbuch von Clint Eastwoods preisgekröntem Boxerfilm »Million Dollar Baby« verantwortlich war.

Im New Yorke...



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