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04.08.2005 / Ausland / Seite 7

120000 Kinder vermißt

Mexiko: 30 Prozent der Verschleppten sind Opfer organisierter Kriminalität

Adrián Reyes, Mexiko-Stadt

In Mexiko wurden seit 1996 über 120000 Kinder von ihren Eltern und Verwandten als vermißt gemeldet. Viele von ihnen tauchten nicht wieder auf. Davon ist María Elena Solís persönlich betroffen. Ihre beiden Enkelinnen, acht Monate und zwei Jahre alt, wurden 1995 verschleppt und sollten an ein kinderloses Paar verkauft werden. Sie wurden rechtzeitig von der Polizei gefunden und zurückgegeben. »Ich verstehe den Schmerz Tausender Eltern, deren Kinder entführt wurden, denn ich habe das selbst erleben müssen«, sagt Solís, die im Jahr darauf den Mexikanischen Verband für entführte und vermißte Kinder gründete.

In den neun Jahren ihrer Arbeit half der Verband, 274 vermißte Kinder aufzufinden. Insgesamt bearbeiteten die Mitarbeiter 500 Fälle. Meist fanden sie die Kinder lebend wieder, doch einige Male kamen sie zu s...

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