09.07.1998 / Ausland / Seite 0

Zwischen Autarkie und Dominanz

Krieg Eritrea - Äthiopien lenkt von internen Problemen ab

Jan Heller

An den drei äthiopisch-eritreischen Hauptfronten herrscht derzeit eine Art Low-intensity-Krieg, während sporadisch und bisher erfolglos vermittelt wird. Als letzter scheiterte in der vergangenen Woche Kongos Staatspräsident Laurent Kabila, der mit den beiden Machthabern, Präsident Issaias Afeworki (Eritrea) und Premier Meles Zenawi (Äthiopien), befreundet ist. Der äthiopischen Regierung zufolge sei es ihm aber auch in persönlichen Gesprächen nicht gelungen, Afeworki von einem Kompromißvorschlag der OAU zu überzeugen. Er sieht einen Rückzug der Eritreer aus dem umstrittenen Yigre- Dreieck vor, was diese ablehnen. Sie wollen eine komplette Demilitarisierung des Gebietes und eine Neuvermessung der Grenze durch die UNO, was wiederum Äthiopien zurückweist.

Mit dem Krieg sind auch die großen Träume auf beiden Seiten geplatzt. »Die Unterernährung wird enden, der Hunger wird enden, die Konflikte mit Nachbarländern werden enden, und die Konflikte inne...

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