08.07.2005 / Feuilleton / Seite 13

Gymnasium und Geschäft

Ärger mit der Behörde: Zum 125. Geburtstag des Rechtschreib-Duden

Reinhard Markner

Als der Hersfelder Gymnasialdirektor Konrad Duden im Juli vor genau 125 Jahren sein »Vollständiges Orthographisches Wörterbuch« dem geneigten Publikum vorstellte, bürgte er dafür, daß es »ein zuverlässiges Hilfsmittel zur Ermittelung der der amtlich aufgestellten Norm entsprechenden Schreibung« darstelle. Die strikte Orientierung an den behördlichen Vorgaben war der Schlüssel zum durchschlagenden Erfolg seines Werks. Für Dudens Nachfolger ist sie zum Problem in Permanenz geworden.

Sowohl der Leipziger als auch der Mannheimer Duden hatten in der Nachkriegszeit eine je privilegierte Stellung inne. Nicht die amtliche Regelung von 1901, das Grundgesetz der Einheitsrechtschreibung, galt als »maßgeblich in allen Zweifelsfällen«, sondern der Duden. Diesen Zustand zu beenden bedurfte es dringend einer Rechtschreibreform. »Das Ziel der Reform waren gar nicht die Neuerungen. Das Ziel war, die Rechtschreibregelung aus der Kompetenz eines deutschen Privatverlages ...

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