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29.06.2005 / Ansichten / Seite 8

»Shell hetzt die Dörfer gegeneinander auf«

Der niederländisch-britische Ölkonzern zerstört im Niger-Delta weiter die Umwelt. Die Lage dort ist schlechter als vor zehn Jahren. Ein Gespräch mit Isaak Asume Osuoka

Wolfgang Pomrehn

* Isaak Asume Osuoka arbeitet für die Umweltorganisation Environmental Rights Action in der nigerianischen Hafenstadt Port Harcourt

F: Sie sind am Dienstag zur Jahreshauptversammlung des britisch-holländischen Ölkonzerns Shell nach Den Haag gereist, um ihn wegen seines rücksichtslosen Vorgehens bei der Ölförderung anzuklagen. Wie ist die Lage heute im Niger-Delta, zehn Jahre nachdem Shell wegen seiner Politik dort international heftig kritisiert wurde?

Im November 1995 hat die damalige Militärregierung mit der Unterstützung Shells Ken Saro-Wiwa ermordet, den Führer des Ogoni-Volkes, das friedlich gegen die Verwüstung der Umwelt durch Shell und die Zerstörung seiner Lebensgrundlagen protestiert hatte. Zehn Jahre später gibt es in den Regionen, in denen Shell operiert, noch mehr Verelendung und noch mehr Konflikte. Die werden direkt oder indirekt durch Shell angestiftet.

F: Wie machen die das?

Der Konzern erklärt z. B. einzelne Dörfer zu »Gastge...







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