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28.06.2005 / Feuilleton / Seite 13

Autor, ärgere dich nicht

Das andere Ende der Wurst, um die es beim 29. Lesewettbewerb in Klagenfurt ging

Fabian Lutz

Soldaten haben den Männern in den Bauch geschossen. Vornüber sind die zusammengesackt. Wenn du einen Volley abkriegst – so war das. Das habe ich, berichtete Zoran, als er zurückkam, oben aus dem Fenster gesehen. Er flüsterte und drückte ein Handtuch an seine Nase. Immer mußte Zoran mit allem übertreiben. Ich glaubte ihm kein Wort, welche Soldaten überhaupt, sagte aber nichts. Erst wenn kein Blut mehr kommen und wenn seine Mutter nicht mehr in der Nähe sein würde, wollte ich ihm zeigen, was ich von seinen Märchensoldaten halte. Zoran faltete das Handtuch auf und zeigte mir, wieviel Blut er verloren hatte. Viel Blut war das, zwei Literflaschen vielleicht, aber Blut wächst nach.«

Sasa Stanisic, Was wir im Keller spielen ...

Es beginnt mit einer Wurst. Einer Wurst wie ein schlechter Text. Während eines Halts, in der Autobahnraststätte: auf einmal »dieses Klagenfurtgefühl«. Ich schiebe mir ein paar lauwarme Pommes zwischen die Zähne, kaue auf zäh gepreßt...



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