10.06.2005 / Feuilleton / Seite 13

Baß erstaunt

Touristen und Einmarschierer verhalten sich anders: Der Dokfilm »Crossing the Bridge« rauscht durch Istanbul

Peter Saarinen

Sie erinnern sich: Fatih Akins Spielfilm »Gegen die Wand« rockte, war erfolgreich und wurde nebenbei zu allem Überfluß von dämlichem »Skandal«-Geschrei heimgesucht. Es ging ums Eingemachte. Kinder türkischer Immigranten haben nicht nur unter den ohnehin schon anstrengenden deutschen Verhältnissen, sondern eventuell auch noch unter den patriarchalen Gepflogenheiten der eigenen Verwandtschaft zu leiden. Und in der sogenannten Heimat Türkei sind sie auch nicht besser aufgehoben. Identität? Das ist doch eher ein heilloser Quatsch.

Zumindest solange man sie »festschreiben« oder »zuschreiben« will. Was auch Akins neuer Dokumentarfilm »Crossing the Bridge« zeigt. Eher so im Vorbeigehen. Oder besser: Vorbeirauschen. Er dreht sich nämlich um eine obsessive Angelegenheit: Musik. Und zwar in Istanbul, einer weiteren Obsession Akins. Hier spielten schon einige turbulente Szenen von »Gegen die Wand«, hier saß Akin damals bereits mit Alexander Hacke, bekannt als Bas...

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