09.06.2005 / Ausland / Seite 7

Mehlis auf Kreuzzug

Libanon: Deutscher Ermittler nutzt Vorwürfe der Opposition für Aufklärung des Mordes an Expremier

Jürgen Cain Külbel

Die Regierung in Damaskus wird momentan nahezu für jedes Malheur, das sich im Nahen und Mittleren Osten ereignet, als Drahtzieher an den Pranger gestellt. Umgehend ertönt jedesmal das zweistimmige Lamento von jenseits des Atlantiks: ein markiger Aufschrei aus dem Weißen Haus, gefolgt vom Echo aus dem UN-Hauptquartier. Seit Wochenbeginn ist auch ein leises deutsches Krächzen zu hören.

Am Montag traf Patrick Leahy, demokratischer US-Senator und Mitglied im Richterausschuß im Washingtoner Senat, mit UN-Generalsekretär Kofi Annan zusammen und schwärzte Syrien an, den Mord an Libanons Expremier Rafik Hariri im Februar inszeniert zu haben: »Ich habe genug von den Beweisen gesehen, um zu wissen, wer dahinter steckt.« Leahy besuchte kürzlich Beirut und Damaskus und machte dem Berufsstand der Richter keine Ehre, als er das kaum begründbare Urteil fällte, daß »da keine einzige Person im Libanon und wahrscheinlich auch keine in Syri...

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