30.06.1998 / Inland / Seite 0

Ribnitz-Damgarten: Der Tag, an dem die Treuhand kam

Betrügerische Investitionen und falsche Marktstrategien (Teil III)

Andreas Ciesielski

Die volkseigenen Betriebe wurden ab 1990 privatisiert. Aus dem Stammbetrieb des Kombinats, dem ehemaligen Faserplattenwerk, wurden acht GmbH gebildet. Es entstand die Horida, die zusammen mit den anderen Betrieben die Holding Nordmöbel GmbH bildeten. Hauptgeschäftsführer wurde der letzte Kombinatsdirektor Bernhard Boeck. 25 Betriebe waren insgesamt in dieser Holding vereinigt.

Ein Riese war geboren, der sich auf dem Markt nicht behaupten konnte und sollte - unbeweglich, mit zusammenbrechenden Absatzmärkten, Konkurrenz an allen Ecken. Die gesamte Führungsspitze des alten Kombinats, vom Chefingenieur bis zum FDJ-Sekretär, saß nun unter neuen Bedingungen in der Chefetage. Und die Herren lernten schnell. »Nun sind wir endlich soweit. Jetzt steht nicht mehr der Mensch, sondern die Produktion im Mittelpunkt«, so Erich Krummheuer, ehemaliges Mitglied der Bezirksleitung der SED. Es begannen die Entlassungen. Für die in diesen Dingen völlig unerfahrenen Gewerk...

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