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31.05.2005 / Ansichten / Seite 8

»Die Tabakkulturen zerstören unsere Umwelt«

Und Tansanias Bauern verdienen immer weniger. Stiftung will Alternativen zum Tabakanbau fördern. Ein Gespräch mit John Waluye

Hannes Kleber

* John Waluye lebt als Journalist in Daressalam und ist dabei, eine Stiftung zum Schutz des tansanischen Trockenwaldes vor dem Tabakanbau aufzubauen

F: Sie haben jahrelang die Folgen des Tabakanbaus in Tansania recherchiert. Was bedeutet Tabak für Mensch und Umwelt in Ihrem Land?

Tabak ist eine sehr arbeitsintensive Pflanze, die neun Monate Pflege vom Setzling bis zur Ernte und zum Trocknen benötigt. Für die Bauern ist es keine besonders produktive Pflanze. Alles Geld landet bei den multinationalen Konzernen, die den Tabak aufkaufen und von denen die Farmer abhängen.

Die Bauern trocknen den Tabak vor dem Verkauf. Dafür müssen viele Bäume gefällt werden, denn zum Trocknen des hellen Virginia Tabaks, der in Tansania angebaut wird, wird Holz verbrannt. Für ein Kilogramm trockenen Tabaks werden ungefähr 150 Kilogramm Holz verbrannt. Das ist mehr, als die Wälder verkraften können. Hinzu kommt, daß alle zwei Jahre auf einem neuen Feld angebaut werden m...





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