05.04.2005 / Inland / Seite 5

Roter Phosphor gegen Terrorflieger

Umweltschützer: Vernebelung von AKW unseriös und hilflos. Sicherer Schutz nur durch sofortige Abschaltung möglich. Doch davon ist keine Rede

Reimar Paul

Obwohl Umweltschützer und kritische Wissenschaftler das System für weitgehend wirkungslos halten, sollen die Atomkraftwerke in Deutschland offenbar schon bald mit Nebelwerfern vor Terrorangriffen mit Flugzeugen geschützt werden. Als erstes AKW erhält Medienberichten vom Montag zufolge das niedersächsische Kraftwerk Grohnde einen solchen Schutz. Produzent und Lieferant der Systeme ist der Rüstungskonzern Rheinmetall.


Salven aus acht Rohren

Wie der aktuelle Focus berichtet, gibt es für den Einbau der Nebelwerfer allerdings noch keine Genehmigung. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) poche auf den Nachweis, daß der Schutz mit dem künstlichen Nebel aus rotem Phosphor tatsächlich funktioniert. Das Ministerium sei aber zuversichtlich, »daß die Mindestanforderungen von den Betreibern auch realisiert werden«.

Der künstliche Nebel soll mit in die Luft geschossenen Feuerwerksraketen erzeugt werden, das bedrohte Kraftwerk schon nach zehn Sekunden...






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