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29.03.2005 / Ansichten / Seite 15

»Kein Ausbildungsparadies Hamburg«

Während der Lehrstellenmangel fortbesteht, verschlechtern die Unternehmer die Qualität der Berufsausbildung und nutzen Jugendliche als Billigarbeitskräfte aus. Ein Gespräch mit Heide Humburg

Andreas Grünwald

* Heide Humburg macht eine Ausbildung zur Holzmechanikerin und ist Mitglied im DGB-Landesjugendausschuß Hamburg.


F: Die Zahl der Jugendlichen, die in Hamburg eine Berufsfachschule besuchen, hat sich im letzten Ausbildungsjahr um 13,1 Prozent auf 13 138 erhöht. Was bedeutet das?

Berufsfachschulen sind ein Überbrückungsangebot für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Sie hängen also ein bis zwei Jahre in einer Warteschleife. In der Arbeitsamtsstatistik tauchen diese jungen Menschen weder als Arbeitslose, noch als Ausbildungsplatzsuchende auf. Das ist nur eine Art, wie die Statistik manipuliert wird. In Hamburg ist von 811 fehlenden Ausbildungsplätzen die Rede. Tatsächlich sind es Tausende. Die Handelskammer spricht vom »Ausbildungsparadies Hamburg«, da sich die Zahl der Ausbildungsplätze im letzten Jahr um 183 oder 0,5 Prozent erhöht hat. Vergessen wird, daß auch die Anzahl der Schulabgänger zugenommen hat. In einem sogenannten H...




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