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24.03.2005 / Inland / Seite 5

Berlusconi von Potsdam

Wer bastelte das Gesetz, das den Abriß der Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals ermöglichen soll? Welchen Anteil hat daran der Grundstückseigentümer Gerd Gröger?

Till Meyer

Der jetzt vom Landkreis Dahme-Spreewald genehmigte Abriß der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin hat unter Antifaschisten im In- und Ausland heftige Empörung ausgelöst. Der Abriß der antifaschistischen Gedenkstätte wurde erst durch eine im vorigen Jahr erfolgte Novellierung des Denkmalschutzgesetzes möglich.

Am 7. Februar 1933 hatte im ehemaligen Sporthaus Ziegenhals die letzte ZK-Sitzung der bereits illegalisierten KPD unter der Leitung von Ernst Thälmann stattgefunden. Die deutschen Kommunisten hatten bei dieser Sitzung ihre Strategie für den antifaschistischen Widerstand konzipiert. Seit 1953 standen der Sitzungsaal und die Ehrenmauer mit einer Thälmannbüste unter Denkmalschutz, der auch nach 1990 fortbestand. Noch im Oktober 2000 hatte der damalige Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Manfred Stolpe, gegenüber dem Freundeskreis der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte versichert, »daß eine Streichung von der Denkmalliste zu keinem Zei...

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