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24.03.2005 / Ausland / Seite 9

Erfolg auf Umwegen

Venezuela ist auf dem Weg, die nationale Kontrolle über seinen wichtigsten Rohstoff zurückzuerlangen

Ralph T. Niemeyer, Caracas

Bei der ihrer Ernennung vorausgehenden Anhörung im US-Kongreß Ende Januar versuchte Außenministerin Condoleezza Rice, Venezuelas Präsidenten verbal zu delegitimieren: Präsident Chávez sei zwar demokratisch gewählt, aber regiere nicht liberal, monierte sie. Rice als frühere Ölmanagerin, die u. a. den Zusammenschluß der US-Multis Chevron und Texaco managte, weiß, wem sie nach dem Munde reden muß. Fürchten doch die US-Ölkonzerne um wichtige Pfründe, seit sich der durch das gewonnene Referendum gestärkte Chávez bei Staatsbesuchen in Spanien, Rußland, Libyen und dem Iran aktiv um das nationale Ölgeschäft kümmerte.


Geschäfte der Oligarchie

Bereits im Dezember 2003 hatte die russische Alfa-Gruppe die 50prozentige Beteiligung der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft PDVSA an der Ruhr Oel GmbH in Gelsenkirchen sowie weitere Beteiligungen an Raffinerien in Karlsruhe, Ingolstadt und Schwedt gekauft. Es handelte sich hierbei um die ersten Auslandsbetei...




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