16.06.1998 / Thema / Seite 0

Herr und Gescherr

Konservative Wegbereiter für rechtsextremistische Anschläge

Hans Maur

»Die rechtsextremen, rassistischen Potentiale von heute sind zuerst ein Produkt der DDR-Gesellschaft, das sich in der Gegenwart fortsetzt«, verkündete im »Neuen Deutschland« vom 20. Februar ein Experte - ein Versuch, die geistigen Vorboten des Neokonservatismus freizusprechen, rechtsextremistische und neonazistische Entwicklungen in diesem Lande durch ökonomische, soziale und kulturelle Verwerfungen gefördert zu haben? War nicht eher der sich nach 1990 in Ostdeutschland ausbreitende Neokonservatismus die Grundlage für den sich danach ebenfalls ausbreitenden Rechtsextremismus? Für den einsetzenden Terror gegenüber den antifaschistischen und später den jüdischen Mahn- und Gedenkstätten verhärtet sich jedenfalls diese Annahme.

Der Übergang von Abrissen und Schließungen von Mahn- und Gedenkstätten zu den rechtsextremen Ausschreitungen war fließend. Vorläufer waren die »Bilderstürmer« der »Wendezeit«, gefördert durch konservativ sich gebärdende »Wende«-Pol...

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