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16.03.2005 / Inland / Seite 4

Ulla Schmidts Weihrauchparty

Grenzenloses Eigenlob auf der Veranstaltung zur Zwischenbilanz der »Gesundheitsreform«. Eklatante Versorgungseinschränkungen als Randerscheinungen abgetan

Rainer Balcerowiak

»Die Gesundheitsreform: Damit Deutschland gesund bleibt« war der Titel einer Veranstaltung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales, auf der am Dienstag in Berlin eine Zwischenbilanz des am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) gezogen werden sollte. Bevor in Form einer Talkshow etliche Akteure des Gesundheitssystems ihre Erfahrungen mit der »Reform« zum besten gaben, ergriff die zuständige Ministerin Ulla Schmidt selbst das Wort und lobte den »Mentalitätswechsel«, den das Gesetz bewirkt habe. Man habe »verkrustete Strukturen aufgebrochen« und den »Effizienzgedanken mehr in den Mittelpunkt gerückt«.

Moderatorin Petra Diroll vom Bayerischer Rundfunk gab den wechselnden Diskutanten auf dem Podium den virtuellen »Gewinner« der »Reform« vor. »Gabriel Mustermann« habe sich inzwischen die für ihn günstigste Kasse gesucht, besuche eine Rückenschule, spare die Praxisgebühr durch Teilnahme an einem Hausarztmodel...

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