04.03.2005 / Feuilleton / Seite 12

Her mit den Konsequenzen

Wie man Idole schleift: Michaela Karl hat ein komisches Buch über Rudi Dutschke vorgelegt

Markus Mohr

Auch nach seinem tragischen Tod 1979 in der Badewanne bleibt Rudi Dutschke eine Person von öffentlichem Interesse. Über sein politisch-theoretisches Denken hat Michaela Karl im Fachbereich Politikwissenschaften an der Berliner FU 2001 promoviert. Ihre Arbeit ist nun als Buch erschienen.

Vermutlich in Anlehnung an Ulrich Chaussys »Die drei Leben des Rudi Dutschke« (1983) unterteilt sie Dutschkes Wirken in die Abschnitte »Der Rebell«, »Der Exilant« und »Der Politiker«. Sie beendet diese Kapitel mit exkursartigen Darstellungen über privat-persönliche Ambitionen und Verfaßtheiten des Porträtierten, die sie als dessen »Gesichter« bezeichnet. Karl möchte nämlich die »Facetten eines Menschen, der zu Lebzeiten polarisierte und gern Partei ergriff«, nachzeichnen. In ihrer Einleitung behauptet sie, daß man Dutschke »nicht gerecht« werde, wenn man versuche, aus diesem »ein geschliffenes Idol (...) zu machen.« Aber genau dies geschieht dann auf den folgenden über 50...

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