26.02.2005 / Ansichten / Seite 2

»Wir wurden regelrecht überrumpelt«

Polizei besetzte bei Bush-Besuch die Zimmer einer Wohngemeinschaft in Mainz. Grund war ein harmloses Transparent vor dem Fenster. Ein Gespräch mit Markus Reuter

Thomas Klein

* Markus Reuter, Friedens- und Internetaktivist, hat am Mittwoch in Mainz gegen den Bush-Besuch demonstriert und dabei erfahren müssen, wie es sich in einer Hochsicherheitszone
leben läßt

F: Sie wurden während des Besuchs von US-Präsident George W. Bush in Mainz in eine seltsame Polizeiaktion verwickelt. Was geschah?

Wir hatten uns am Dienstag morgen zu sechst von Berlin aus nach Mainz auf den Weg gemacht, weil wir uns an der Demonstration »Not welcome, Mr. Bush« beteiligen wollten. Am Abend kamen wir an und quartierten uns in einer Wohngemeinschaft von Freunden ein.

Am nächsten Tag um 9.30 Uhr klingelte es, und zwei Beamte standen vor der Tür, genauer gesagt: Die blieben nicht erst stehen, sondern marschierten gleich durch die offene Tür in die Wohnung hinein.

F: Mit welcher Begründung?

Einer ihrer ersten Sätze lautete, die Wohnung sei ab sofort unter ihrer Herrschaft. Gleichzeitig forderten sie uns auf, die Wohnung zu verlassen.

F:...












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