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25.02.2005 / Ansichten / Seite 2

»Der Fall Varvarin ist offener als erwartet«

OLG Köln beriet in 2. Instanz über Schadenersatzklage der Bombenopfer aus Varvarin. Gericht zeigt sich aufgeschlossen. Ein Gespräch mit Heinz-Jürgen Schneider

Peter Wolter

* Heinz-Jürgen Schneider ist Rechtsanwalt und vertritt mit seiner Kollegin Gül Pinar Einwohner der serbischen Kleinstadt Varvarin, die am 30. Mai 1999 bei einem Raketenangriff der NATO verletzt wurden. Bei dem Angriff waren zehn Zivilisten getötet und 17 schwer verletzt worden.

F: Das Landgericht (LG) Bonn hatte Ende 2003 die Schadenersatzklage von Bürgern der serbischen Kleinstadt Varvarin zurückgewiesen, die im Jugoslawien-Krieg Opfer eines Raketenangriffes der NATO geworden waren. Am Donnerstag befaßte sich das Oberlandesgericht (OLG) Köln in 2. Instanz mit dem Fall. Gibt es ein Ergebnis?

Es ist noch keine Entscheidung ergangen, sie soll am 16. Juni verkündet werden. Die Verhandlung war allerdings überraschend positiv für uns. Kläger aus Varvarin waren zwar nicht angereist, aber der Saal war voll von Sympathisanten.

F: Vor der Berufungsverhandlung rechneten Sie damit, daß das OLG die Bonner Entscheidung weitgehend bestätigt. Sie hatten angek...





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