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19.02.2005 / Ansichten / Seite 15

»Ich bin stolz darauf, dabeigewesen zu sein«

Konservative Kaiserstühler und linke Studenten verhinderten Bau des AKW in Wyhl. Polizei und Landesregierung wurden überrumpelt. Ein Gespräch mit Peter Modler

Tino Heeg

* Peter Modler war früher Pressesprecher der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen. Der studierte Theologe erhielt Berufsverbot, lernte Zimmermann und promovierte anschließend.
Er ist heute Unternehmensberater.


F: Vor 30 Jahren wurde der für ein Atomkraftwerk vorgesehene Bauplatz bei Wyhl besetzt. Wie haben es die konservativen Kaiserstühler geschafft, dieses rebellische Verhalten vor sich selbst zu legitimieren?

Das war eine längere Entwicklung, bei der Gerichtsverfahren eine entscheidende Rolle spielten. Das Großartige war, daß die Einheimischen in der ersten Instanz vor dem Verwaltungsgericht in Freiburg gewonnen haben. Das hat ihnen die Legitimation für ihr Handeln gegeben. In allen anderen Instanzen haben sie dann zwar verloren, aber schließlich war das Projekt politisch nicht mehr durchsetzbar.

F: Damals trafen sich konservative Kaiserstühler mit linken Studenten zum gemeinsamen Kampf. Das ging nicht ohne Konflikte ab. Wie haben Sie ...







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