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12.02.2005 / Ansichten / Seite 2

»Freier Zugang zum Erststudium ist Menschenrecht«

Dozentin gab aus Protest gegen Studiengebühren ihre Arbeit an der Hamburger Uni auf. Studierende dankbar für Solidarität. Ein Gespräch mit Silke Urbanski

Niels Holger Schmidt

* Silke Urbanski lehrt seit 1995 an der Uni Hamburg mittelalterliche Geschichte. Nun gab sie ihren Lehrauftrag aus Protest gegen Studiengebührenpläne zurück


F: Was hat Sie bewogen, Ihre Arbeit an der Uni aufzugeben?

Einerseits habe ich selber ohne Gebühren studiert und bin aufgrund vieler positiver Erfahrungen der Meinung, daß das so bleiben muß. Für mich ist der freie Zugang zum Erststudium ein Menschenrecht, das ergibt sich aus Artikel 26 der Menschenrechtscharta. Der besagt, daß ein Studium jedem nach Maßgabe seiner Fähigkeiten und Leistungen in gleicher Weise offenstehen muß. Ausschlaggebend waren allerdings Gespräche über diese Studiengebühren mit Jugendlichen, die ich in der Schule unterrichte. Sie haben mir gesagt: Für uns verbaut das die Zukunft. Das war für mich der Moment zu sagen: Ich kann nicht auf der einen Seite Freude an der Lehre an der Uni haben und andererseits Schüler ausbilden, die dort nicht studieren können.

F: Was würden ...






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