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07.02.2005 / Feuilleton / Seite 13

Innere Zusammenhänge

Günter Reimann dachte genial und systemübergreifend. Zum Tod des marxistischen Finanzexperten

Volker Külow

Traurige Nachricht aus Manhasset bei New York: Während Günter Reimann vor wenigen Wochen noch bei bester Gesundheit seinen 100. Geburtstag feiern konnte, verstarb der kommunistische Dissident und unorthodoxe Marxist überraschend in der Nacht zum Samstag. Damit endete ein auch für die Maßstäbe des »Zeitalters der Extreme« (Eric Hobsbawm) ausgesprochen ungewöhnliches Leben, gewissermaßen eine Jahrhundertbiografie.

Geboren als Hans Steinecke am 13. November 1904 in Angermünde, trat der Sohn aus jüdisch-bürgerlichem Elternhaus unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg der radikalen Jugendbewegung bei. Im Jahre 1923 wurde der angehende Akademiker unter dem Pseudonym Günter Reimann Mitglied der KPD. Bereits während des Studiums der Betriebs- und Volkswirtschaft in Berlin geriet der angehende Journalist jedoch in Konflikt mit der offiziellen, sich immer enger an Moskau orientierenden Parteibürokratie. Als Wirtschaftsredakteur der Roten Fahne entfaltete er nicht...

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