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19.01.2005 / Inland / Seite 5

Sheriff für einen Euro?

Geplante Bürgerwehr in Niedersachsen soll mehr Kompetenzen erhalten. Nach 60 Stunden Ausbildung gibt’s Taschenlampe und Trillerpfeife

Reimar Paul

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hat die Pläne des Bundeslandes für sogenannte Bürgerstreifen präzisiert. Die durch Wohngebiete und Innenstädte patrouillierenden Hilfssheriffs sollen mehr Kompetenzen erhalten, als zunächst bekannt war.

Die Streifen dürfen demnach die Personalien von »Verdächtigen« erfragen sowie Ausweise, Reisegewerbekarten und andere Dokumente kontrollieren. Außerdem können sie sogenannte Platzverweise aussprechen und unter bestimmten Umständen sogar Gegenstände sicherstellen.

Eingreifen sollen die Freiwilligen Schünemann zufolge unter anderem dann, wenn sich Bürger durch Schmutz, Lärm oder »aggressives Betteln« belästigt fühlen. Auch wenn Graffiti gesprüht, Schrottautos unvorschriftsmäßig abgestellt oder Alkohol im Übermaß in der Öffentlichkeit getrunken wird, sollen die Bürgerstreifen auf den Plan treten.


Erstmal ohne Waffen

Allerdings sollen die Freiwilligen keinen unmittelbaren Zwang gegen Personen ...








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