17.01.2005 / Thema / Seite 10

Den Job zu Ende bringen

Die USA führen zwar Kriege, aber sie sind noch nicht im Kriegszustand. Eine militärische Eskalation ist jedoch wahrscheinlicher als eine Rückkehr zur politischen Vernunft

Rainer Matthias

Die Behauptung, Amerika sei »at war«, befinde sich im Krieg, die Präsident George W. Bush nach den Angriffen vom 11. September 2001 verkündete, ist aus der Perspektive der sogenannten Neokonservativen noch sehr weit von den Tatsachen entfernt. Die USA führen zwar Krieg, aber sie sind kein Land im Kriegszustand, kritisieren die Propagandisten des World War IV, des »Vierten Weltkriegs«, der flächenbrandartig den gesamten Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrika erfassen soll.

Die Neocons haben es geschafft, die USA in einen ausweglosen Krieg hinein zu manövrieren, der im Grunde aus der Sicht rein wirtschaftlicher Interessen weit mehr schadet als nützt. Aber jetzt, drei Jahre nach Beginn des »World War IV«, stagniert die Situation: Die Vereinigten Staaten sind auf die sehr viel weiter gesteckten strategischen Ziele der Neokonservativen in der Region weder psychologisch noch materiell eingestellt. Die Bush-Administration hat bei der Wahl am 2. November led...

Artikel-Länge: 15848 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe