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15.01.2005 / Ansichten / Seite 2

»Der Skandal um ›Oil for Food‹ ist konstruiert«

Washington übt an den UN weiter Kritik wegen Korruptionsfällen im Hilfsprogramm für Irak. Doch wer trägt wirklich Schuld? Ein Gespräch mit Joy Gordon

Harald Neuber

* Joy Gordon lehrt an der Fairfield-Universität im US-Bundesstaat Connecticut. Sie arbeitet derzeit an einem Buch über die Irak-Sanktionen


F: In der Dezember-Ausgabe des Harper’s Magazin haben Sie geschrieben, daß die Bush-Regierung den laufenden Korruptionsskandal um das Oil-for-Food-Programm der Vereinten Nationen nur nutzt, um vom eigenen Folterskandal im besetzten Irak abzulenken. Was spricht für ein solches Ablenkungsmanöver?

In erster Linie der Zeitpunkt, zu dem der Skandal um das UN-Programm in die Medien lanciert wurde. Informationen über Preisbeeinflussung und Unregelmäßigkeiten zugunsten des Saddam-Regimes waren in Washington schon seit längerem bekannt. Tatsächlich wurde der Ölschmuggel aus Irak in die Türkei, nach Jordanien, Syrien oder in andere Anrainerstaaten schon seit Jahren thematisiert. Im Sommer 2003 etwa wurden ehemalige irakische Regierungsvertreter zu dem Sachverhalt verhört, und sie bestätigten die bisherigen Vermutungen...




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