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15.01.2005 / Ansichten / Seite 3

»Konsum von Cannabis sollte erlaubt werden«

Cannabis-Raucher neigen zu defensivem Fahren. Keine körperlichen Entzugserscheinungen. Ein Gespräch mit Lorenz Böllinger

Peter Wolter

* Prof. Dr. Lorenz Böllinger leitet das Bremer Institut für Drogenforschung

F: Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, daß nicht zwangsweise der Führerschein entzogen werden muß, wenn einem Autofahrer nachgewiesen wird, daß er Cannabis-Produkte (Haschisch oder Marihuana) geraucht hat. Wo ist nach Ihrer Erfahrung der Punkt erreicht, an dem man fahruntüchtig ist? Kann man sich guten Gewissens morgens ans Steuer setzen, wenn man abends einen Joint geraucht hat?

Jedenfalls ist jetzt die unsägliche Situation beendet, daß schon die kleinste Spur des Wirkstoffes Tetrahydrocannabinol (THC) schon zum Entzug der Fahrerlaubnis führen kann. Das ist ein Riesenfortschritt; jetzt geht es darum, die Grenzwerte festzulegen, wozu sicher noch einiges an Forschung nötig ist. Nach diesem Gerichtsbeschluß ist es jedenfalls so, daß man abends ruhig einen Joint rauchen und morgens Auto fahren darf.

F: Joint-Raucher berichten, daß sie im Vergleich zum Alkoholein...





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