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15.01.2005 / Inland / Seite 5

Bürger sollen Streife gehen

Niedersachsens Innenminister Schünemann will Hilfssheriffs aus der Bevölkerung rekrutieren

Reimar Paul

Niedersachsen fährt in der Innenpolitik weiter ganz rechts außen auf der Überholspur. Ab 2006 will das Land freiwillige Bürger auf Streife schicken. Sie sollen im Auftrag der Kommunen Straftaten melden und die Ausweise Verdächtiger kontrollieren, sagte Innenminister Uwe Schünemann. Als »Modell-Städte« sind bislang Celle, Leer und Wilhelmshaven im Gespräch. Vorbild für den Plan ist Hessen. Dort wird ein freiwilliger Polizeidienst nach Testphasen in einigen Kommunen landesweit eingeführt.

»Wir planen hier keine neue Hilfspolizei, sondern schaffen nur eine zusätzliche Möglichkeit, daß Bürger Präsenz zeigen und genauer hinschauen«, so Schünemann. Die Freiwilligen sollen nicht bewaffnet sein, aber Funktelefone mitführen. Den Plänen zufolge erhalten sie für ihre Streifengänge eine Aufwandsentschädigung.

Der Koalitionspartner FDP ist bei dem Vorhaben mit von der Partie. Der innenpolitische Sprecher der Liberalen im Landtag, Jörg Bode, befürwortete in der...



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