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15.01.2005 / Inland / Seite 5

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Deutsche Bahn AG verpulvert Millionen für die Fußball-WM 2006, hat aber kein Geld für Unterstützung einer Wanderausstellung zum Gedenken an jüdische KZ-Opfer

Ralf Wurzbacher

Für das Gedenken an die Opfer des deutschen Faschismus ist in den bundesdeutschen Bahnhofshallen offenbar kein Platz. Mit der Begründung fehlender »personeller und finanzieller Ressourcen« hat die Deutsche Bahn AG das Ersuchen einer französischen Organisation von Angehörigen während der Nazizeit ermordeter Juden abgeschlagen, eine Wanderausstellung über Todestransporte in das Vernichtungslager Auschwitz auf den einstigen Durchgangsstationen der Deportationszüge zu ermöglichen. Wie das Internetportal »Informationen zur Deutschen Außenpolitik« (www.german-foreign-policy. com) am Donnerstag berichtete, erteilte die Abteilung Kommunikation der DB AG dem Anliegen bereits am 17. Dezember des vergangenen Jahres eine Abfuhr. In einem Interview mit dem Webportal spricht die Repräsentantin der Organisation »Fils et Filles des Deportés Juifs de France« (FFDJF, Söhne und Töchter der jüdischen Deportierten Frankreichs), Beate Klarsfeld, von »unglaubwürdigen Ausflüchte...

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