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15.01.2005 / Ansichten / Seite 8

Bauernopfer

Prozeß gegen argentinischen Exmilitär

Harald Neuber

Adolfo Scilingo soll während der argentinischen Militärdiktatur (1976–1983) 30 Menschen getötet haben. Der damalige Offizier war mit für die sogenannten Todesflüge verantwortlich. Schätzungsweise 2000 Regimegegner wurden dabei betäubt, gefesselt und über dem offenen Meer aus Flugzeugen geworfen. Diese Geschichte hat der Militär schon vor Jahren dem argentinischen Journalisten Horacio Verbitzky erzählt. Damals sollte ihn die Öffentlichmachung wohl schützen, und also muß sich Scilingo auch sicher gefühlt haben, als er 1997 nach Spanien reiste, um in einem anderen Verfahren über die Verbrechen – und seine Rolle dabei – auszusagen. Es war eine trügerische Sicherheit. Der spanische Ermittlungsrichter Baltasar Garzón ließ ihn festnehmen und erhob aufgrund Scilingos Aussage gegen fast einhundert weitere Mörder der argentinischen Militärdiktat...

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