Der Schwarze Kanal
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14.01.2005 / Ausland / Seite 6

Boden für 100000 Landlose

Kampf gegen den Großgrundbesitz in Venezuela. Chávez verspricht »Agrarrevolution«. Kommission für Landreform gegründet. Erstes Gut in Polizeibegleitung inspiziert

Dario Azzellini

»Dies ist ein historischer Tag: Das Land soll denen gehören, die es bearbeiten«, verkündete der venezolanische Präsident Hugo Chávez vor 10 000 Kleinbauern am Montag in Caracas. Aus Anlaß des 145. Todestages des venezolanischen Bauernführers Ezequiel Zamora erklärte Chávez, daß der Kampf gegen den Großgrundbesitz vordringlich sei. Fünf Prozent aller Landeigentümer verfügten über 80 Prozent des Agrarlandes, während 75 Prozent der Produzenten nur sechs Prozent des Landes in ihren Händen hielten. Eine »Revolution auf dem Land« solle erfolgen: Wenn die Landfrage nicht gelöst werde, verdiene der venezolanische Transformationsprozeß den Namen »Revolution« nicht, meinte der Präsident und unterzeichnete ein Dekret: Eine Kommission für Landreform soll nun die Besitzverhältnisse sowie die brachliegenden Teile großer Landgüter unter die Lupe nehmen. Laut Verfassung kann der Staat Agrarland, das nicht zu 80 Prozent produktiv genutzt wird, enteignen.

Die verschie...

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