13.01.2005 / Inland / Seite 5

»Dafür, dagegen oder politikunfähig?«

Zu ihrem 25. Geburtstag ernten die Grünen heftige Kritik von der Antiatombewegung

Reimar Paul

Anfang der achtziger Jahre demonstrierten Zehntausende an den Bauplätzen und Standorten der Atomkraftwerke. Mit dabei waren die sich als Partei formierenden Grünen, die heute vor 25 Jahren zu ihrem ersten Parteitag in Karlsruhe zusammenkamen.

1990 bildeten Gerhard Schröder (SPD) und der erklärte Atomkraftgegner Jürgen Trittin in Niedersachsen eine Koalition. Der Eifer der Grünen, den Atomanlagen in dem Bundesland nun von Amts wegen zu Leibe zu rücken, war allerdings schnell erlahmt. Aus der Stillegung eines AKW, was die Partei als Minimalziel versprochen hatte, wurde nichts. 1994 in Hannover wieder in der Opposition, konnten oder wollten die Grünen ihr Antiatomprofil nicht zurückgewinnen. Rühmliche Ausnahme: die niedersächsische Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms. Als Ende der neunziger Jahre Castortransporte nach Gorleben rollten, war die Erosion der Partei am linken Rand und an der ökologischen Basis nicht mehr aufzuhalten.

Die niedersächsischen L...



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