10.01.2005 / Feuilleton / Seite 13

Cool. Schön. Integer

Revolution studieren: Hannes Zerbe, Dr. Seltsam und Chumbawamba gaben das Konzert der Rosa-Luxemburg-Konferenz

Mathias Kirschke

Die ganz Harten gehen auch wochenends in die Uni. In Berlin beispielsweise am Samstag ins Audimax der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft, draußen in Karlshorst. Der Titel der Vorlesung lautete: »There we were, now here we are«. Als Gastdozenten agierten Chumbawamba. Auf dem Konzert der Rosa-Luxemburg-Konferenz.

Vorher spielte das Jazz-Orchster Prokopätz ganz einfach ganz komplizierte Musik. Blechbläser-Jazz brutal, groovy aufgelöst in aller Sanftheit. Dogmatisch, aber mit leichter Hand arrangiert vom genialen Hannes Zerbe vorne am Piano. In dieser Zeitung war das mit den Worten angekündigt worden: »Spiel mir ein kleines Arbeiterlied, die Revolution ist eine ernste Sache, der freie Marsch heißt stolpern, die alten Genossen dürfen jetzt wackeln und hüpfen.« Und das hätten sie auch gemacht – wenn nicht alle auf langen Bänken gesessen hätten, wie es sich an einer Uni gehört. Zum Schluß spielten sie »Hotel California« von den
Eagles im Stil einer ...


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