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04.01.2005 / Inland / Seite 3

Die Ruhestörer

Zu Gast auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz: Labournet hat den Kritikern der offiziellen Gewerkschaftshierarchien eine Plattform geschaffen

Klaus Fischer

Ärger mit dem Betriebsrat? Von der Gewerkschaftsbezirksleitung hängengelassen? Anti-»Hartz«-Proteste gegen den Willen der DGB-Funktionäre? Für diese und zahllose andere Probleme von Beschäftigten, Erwerbslosen und vor allem kritischen Gewerkschaftsmitgliedern gibt es eine Adresse: www.labournet.de.

Die Homepage, beheimatet in Bochum, ist Diskussionsforum, Schwarzes Brett und Vernetzungsangebot zugleich – gelegentlich, und zum Leidwesen der Redaktion, auch Kummerkasten. Anfang 1999 gründeten 15 linke Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in Stuttgart labournet.de e.V., das »Netzwerk für Bildung und Kommunikation in Betrieb und Gesellschaft«. Mit wenig Geld und Riesenenthusiasmus machten sich ein paar Leute daran, etwas zu schaffen, das in Deutschland bisher einmalig ist.


Sichtbare Erfolge

Jüngstes Beispiel: die Aktion »Agenturschluß« (siehe aktuelle Berichterstattung). Die geplanten »Besetzungen« von Arbeitsagenturen als konkreter Protest ge...






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